Zu heiss oder zu kalt?

Nun ein Beitrag aus aktuellem Anlass – in der vergangenen Woche, ging es (zumindest bei uns) schon so weit, dass wir die 30 Grad Grenze geknackt haben. Der Himmel ist schön, das Wetter warm, der See oder die Schwimmbäder bieten eine tolle Abkühlung, Eis essen macht wieder viel mehr Spass. Doch dann sind da wir Ackermäuler, die verschwitzt in einem Büro sitzen. Die Luft wird dick, der Atem schwer, die Rollländen sind unten und das Licht aus. Wer im Büro nicht mit einer Klimaanlage gesegnet ist, der hat so richtig gelitten.

Da sind da die Menschen, die jammern. Egal ob es gerade Sommer oder Winter ist. Entweder ist es zu kalt oder zu heiss. Irgendetwas gibt es immer auszusetzen. Na was denn nun?! Entscheidet euch! Ich bin wirklich heilfroh, dass ich nicht die Aufgabe habe, das Wetter zu beeinflussen. Man hat immer mehr Feinde als Freunde. Da ist der Winter zu kalt oder zu warm, es hat entweder zu viel oder zu wenig Schnee, der Frühling kommt zu spät oder zu früh – dann gibt es solche mit Heuschnupfen, die nur auf den nächsten Regen warten (was ich ja noch verstehen kann). Doch warum beklagen sie sich dann über das miese Wetter. Ihr wolltet das doch gerade eben noch?

 

Nun ich kann nur für mich sagen, dass ich mich im Sommer manchmal auch zusammenreisse. Aber nur, weil ich die Hitze liebe. Ja, manchmal ist es im Büro zu warm, ja ich konnte mich die letzten Tage überhaupt nicht konzentrieren, weil die Luft drückte. Aber hey – Wärme, Sommer, Sonnenschein! Eine glückliche Jolly!

Dafür lasse ich meinen Frust am Winter aus. Kalt, nass, Schnee, Winterdepressionen, einfach alles Bääh. Man geht raus und es ist dunkel, man kommt heim und es ist dunkel. Eigentlich ist es IMMER dunkel. Und da ich nicht über eine eigene Körperwärme verfüge (ehrlich, die bleibt bei 33/34 Grad hängen – im Winter fühle ich mich an wie eine Leiche), kommt mir der Sommer gerade recht.  Aber um das ewige Hin und Her doch einmal zu ersparen, hier einige positiven Seiten jeder Jahreszeit von meiner Sicht aus.

 

Winter

  • Unter einer kuschlig warmen Decke liegen zu können – zu zweit übrigens auch sehr schön
  • Einfach einen warmen Kakao zum Fernsehen oder Lesen schlürfen
  • Frische kühle Luft
  • Zeit für Sachen finden, die man schon ewig mal machen wollte
  • Ein schönes warmes Bad

 

Frühling

  • Die Tage werden länger und heller
  • Das Grün kehrt zurück, kahle Bäume werden wieder wunderschön
  • Frischer Salat schmeckt nunmal viel besser als warme Suppen
  • Die Pullis und dicken Jacken können wieder in den Schrank geräumt werden
  • Die Menschen sind alle so gut drauf – Frühlingsgefühle ahoi 🙂

 

Sommer

  • Im T-Shirt rausgehen
  • Eis / kühle Getränke in der Sonne schlürfen
  • Bei einem Sommergewitter zusehen
  • Der erleichterte Moment, wenn man an einem heissen Tag in ein angenehm kühles Wasser steigt
  • Noch mehr leckeres essen und kühle (alkoholfreie) Cocktails

 

Herbst

  • Die Insekten verschwinden langsam
  • Die Bäume nehmen die schönsten Farben an
  • Spaziergänge: Zum Teil weder zu heiss, noch zu kalt
  • Durch Laub laufen und einfach das Geräusch geniessen
  • Das erste Entspannen nach einem aufregenden Sommer

 

 

Das nächste Mal wenn euch der Blues erwischt, versucht mal zu recherchieren und die positiven Seiten mehr auszunutzen. So geht alles schnell vorbei – und wenn wir ehrlich sind rast die Zeit sowieso schon zu sehr, um sich über die Jahreszeit aufzuregen.

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