Die Schreibblockade

Nach einer ewigen ungeplanten Pause melde ich mich nun auch mal wieder. Da stehe ich nun vor dem Problem, dass ich ewig vorbeugen konnte. Statt dass ich hier ewig Trübsal blase, dachte ich mir, dass ich genausogut einen Text darüber verfassen kann. Die Kreativität kommt meist immer auf einmal. Da schweben hunderte Gedanken und Ideen im Kopf, die alle einfach gleichzeitig rausmüssen. Dank WordPress kann man das ja immer so schön raushauen und terminieren, dann geht das problemlos in Ordnung, dass pro Woche ein Beitrag an die Menschheit veröffentlicht wird. Wenn die Kreativität nachlässt, kann man sich also schön zurücklehnen und auf die Muse warten. Nun zu Jolly, der Ollen die man hier scheinbar gar nicht mehr antrifft.

 

Kreativitätspause?!

Warum habe ich in den letzten drei Wochen NUR Best Of’s rausgehauen? Wieso hatte ich schon so lange nichts geschrieben, dass die Beiträge einfach so aufgebraucht waren? Ich habe ernsthaft über zwei Monate nichts mehr richtiges hingekriegt?!

Ja, scheint so. Wer weiss wieso. Ich will nicht sagen, dass mein Privatleben mich zu sehr eingenommen hat. Das wäre gelogen, ich hatte mehr als genug Zeit. Also starrte ich auf ein weisses Papier, kritzelte mit meinem Bleistift so vor mich hin und die Wörter wollten nicht kommen. Mit Müh und Not sind drei Sätze entstanden. Tja, ich muss gestehen, dass ich schon ein wenig nervös war. Ich wollte nicht in alte Muster verfallen und Jolly Tallica einfach vor sich hin müffeln lassen. Denn seit dem Start am 20. März, kam immer JEDEN FUCKING SONNTAG UM 8.00 UHR ein Beitrag online. Bis ich mir irgendwann einfach sagen konnte Es ist mein Blog, es widerspiegelt mein Leben. Wenn mein Leben im Moment so abläuft, dass ich einfach nicht schreiben kann. Why not? Wieso soll ich mich zwingen und nur etwas Halbherziges zu Stande bringen? Damit möchte ich unbedingt aufhören.

 

Schreibblockaden

Der Feind jedes Autors und aller die gerne schreiben – auch der Feind derjenigen, die nicht gerne schreiben, es aber trotzdem müssen. Nun, was tut man dagegen? Einfach nicht schreiben ist ja auch doof, wenn man doch will. Es gibt mehrere Arten von Blockaden, wie ich feststellen durfte. Da ist zum einen eine psychische Art, also nur im Kopf. Man hat so eine grobe Idee, die sich aber nicht in Worte fassen lässt. Das Thema ist da, jedoch lässt sich der Inhalt nicht formulieren. Keine passende Einleitung, keine passende Wörter für einen Text. Für mich persönlich schätze ich das so ein, dass der Stress von aussen (Arbeit, Freunde, Familie oder was auch immer) oft zu einer Unlust führen kann und das alles aufgeschoben wird. Bis man irgendwann gar keinen Plan mehr davon hat, was man eigentlich wollte.
Ein zweites Ding wäre nun eine inhaltliche Blockade – das hatte ich sehr oft bei Romanen. Zwischendrin ist es nunmal so, dass beim Schreiben eines Romanes einfach einige weniger spannende Szenen vorkommen. Ich kenne kein einziges Buch, welches immer durchgehend nur spannend ist. Auch wenn es vielleicht nur ein Abschnitt betrifft. Doch hier macht sich bei mir immer alles dicht, weswegen ich es auch nie geschafft hatte, ein Buch fertig zu kriegen. Wie soll man etwas schreiben, was einen doch irgendwie langweilt? Ist es dann das richtige? Macht es Sinn?

Jetzt stellt sich nur die Frage, wie man das los wird. Ich für meinen Teil, kam für eine Weile sehr gut damit klar, als ich vom PC auf die Handschrift wechselte. (Siehe: Wann die Inspiration eintrifft). Nur scheint das leider nicht immer so wahnsinnig toll zu helfen. Was mich dazu brachte diesen Text zu schreiben.

 

Wenn du eine Schreibblockade hast – schreib doch einfach darüber

Wenn Ideen fehlen oder gerade nicht fassbar sind. Wenn ich überhaupt nicht weiterkomme und meine Kreativität wegen irgendwas stehen bleibt – warum nicht einfach darüber schreiben? Klar, das hier wird deshalb vermutlich ein kleiner Text. Aber ich habe etwas geschrieben. Ich bin ein Stück weiter gekommen und ist das nicht der Sinn? Dass ich den Einstieg nach so langer Zeit wieder finde und einfach mal irgendwo losschreibe? Wir werden sehen. Manchmal tun Pausen bekanntlich ja auch ganz gut. Vielleicht braucht es die. Vielleicht kann ich nachdem ich das hier überwunden habe, wieder einfach einsteigen und sogar kreativer schreiben. Wenn ich dann ein ultimatives Rezept dagegen habe, werde ich euch informieren 😀

2 comments / Add your comment below

  1. Hallo Jolly <3
    Ich bin wieder da! Na, kennst du mich noch? x'D

    Schreibblockaden kenne ich leider zu gut, wobei das mit eigentlich immer daran liegt, dass ich schreiben will, aber so absolut keine Ahnung habe worüber eigentlich und sich nichts "richtig" anfühlt. Ich mache mir eigentlich selten Gedanken wie genau ich etwas formulieren will. Sobald ich ein Thema habe, fange ich zu meist einfach an die Gedanken wie sie kommen raus zu hauen. Eventuell ist das ganze dadurch manchmal etwas wirr, aber mir gefällt das einfach besser, weil ich ja andere an meiner Gedankenwelt teilhaben lassen möchte und so sieht es in meinem Kopf eben einfach aus.

    Aber ob es einen ultimativen Tipp dagegen gibt? Gute Frage.. Ich denke deine Art ist ganz gut für sowas oder sich mit anderen darüber auszutauschen was diese denn tun. Manche hören Musik, andere gehen spazieren, stöbern im Web .. Also es gibt viele Arten und man muss herausfinden, welche die persönliche Weise ist damit umzugehen.

    Im übrigen hast du da einen sehr schönen Header <3

  2. Nachdem ich diesen Beitrag gelesen hatte (schon das 2. oder 3. Mal inzwischen ^^) war meine Reaktion ungefähr so: O_O
    „Einfach über die Schreibblockade zu schreiben“ – das ist so logisch wie easy. Geniale Idee! Und ich wäre da nie drauf gekommen.
    Das hat einen Eintrag in meinem September-Recap verdient! ^^

    Mein Lösungsweg ist derselbe, den Franzi nutzt: Sobald mir etwas einfällt, über das ich schreiben will, schreibe ich es einfach. Durcheinander, angefangene Sätze – egal. Ich tippe es einfach nieder, wie es mir gerade im Kopf herumspinnt.

    Für meinen Roman beispielsweise schreibe ich meist in Szenen. Ich habe z.B. noch kein Ende, aber eine Anfangs- und viele, viele Zwischenszenen. Alle sind auch nur entstanden, weil mir die Idee eben gerade gekommen ist und ich sie gleich aufgeschrieben habe – egal, wie die Reihenfolge ist. (Bin allerdings gespannt, wie es dann später wird wenn ich alles ordnen/zusammensetzen muss. Das dauert bestimmt Tage xDD)

    Eine andere Möglichkeit, die deiner auch ein wenig ähnelt, ist: Einfach irgendwas schreiben. Und wenn man nur aufzählt, wie man heißt, welcher Tag heute ist, usw. – irgendwann kommt man von selbst in den Schreibfluss. Zumindest bei mir.

    Beruhigt mich jedenfalls ein wenig, dass nicht nur ich mit Schreibblockaden zu kämpfen hat, sondern vermutlich jeder, der schreibt.

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