Stress ausgleichen?!

Wir haben November. Und ich habe mich ewig auf diesen Monat gefreut, weil hier einiges abgeht. Sehr viele lang ersehnte Ereignisse kommen nun auf mich zu. Es fängt an mit einem Urlaub in Bayern, in dem ich Chrissi treffen darf! Hierfür fahre ich in bereits zwei Stunden los, damit ich mit 4 Stunden reiner Fahrzeit auch irgendwann ankomme. Abgesehen von „neuen“ sozialen Kontakten, erwartet mich nämlich auch mein längster Trip mit meinem Auto. Ja, das alles fängt schon wahnsinnig toll an und ich freue mich riesig! Abgesehen davon habe ich im November noch einen Kurs zur Bachblüten Therapeutin – womit ich mich von einem ganzen Wochenende verabschieden darf. Da ich vor einigen Monaten klug war, habe ich mir für zwei Tage frei genommen, damit ich wenigstens dann zur Ruhe komme. Zum Schluss habe ich Ende November einen Info-Abend für eine Weiterbildung. Worum es sich hier genau handelt, werdet ihr bei Gegebenheit bestimmt noch erfahren. Zudem stehen Pläne offen, was für Beiträge es hier in Zukunft geben wird und in wie weit meine Kamera und meine Softboxen involviert werden!

Ja, klingt nicht wahnsinnig anstrengend und wäre es auch nicht, wenn ich mir selbst nicht einen riesigen Stresshaufen zugelegt hätte. Ich rede immer davon, dass man seinem Herzen bzw. Bauchgefühl folgen soll. Einfach auch, weil ich sehr oft nie auf mein eigenes Bauchgefühl gehört habe – nur um es danach jeweils zu bereuen. Das wollte ich dieses Mal unbedingt vermeiden. Daher habe ich kurzerhand meine neue Wohnung, die ich per April hatte, gekündigt ohne jemals einzuziehen. Was bedeutet, dass ich nun eine neue Wohnung habe. Das bedeutet ebenfalls, dass ich ganz spontan im November einfach mal „kurz“ umziehe. Ich bin mir mehr als sicher, dass es die richtige Entscheidung ist – ich habe auch sehr viele Grenzen überwunden, damit das überhaupt möglich ist. Doch mit allem in so kurzer Zeit ist nebst der Freude doch auch etwas sehr viel psychischer Stress verbunden.

Meine Lieben – Stress ist pures Gift. Stress kann Krankheiten heraufbeschwören, ob psychisch oder physisch. Körperliche Beschwerden aller Art, Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit, Depressionen und in schlimmen Fällen auch Burnouts. Ich will hier auf keinen Fall übertreiben – ich weiss, dass es viel Schlimmeres gibt als Ferien, Schule, Arbeit und Umzug in einen Monat zu quetschen. Doch zusätzlich gesellen sich gerne private Scherereien dazu, die hier noch nie mit einem Wort erwähnt wurden. Und dazu kommt auch, dass ich psychisch schon mehrere Monate dauergestresst bin (was aber sehr viel besser wurde, seit es Jolly Tallica gibt). Ausserdem müsste bzw. will ich ja auch noch mit der Therapie gegen meine Emetophobie vorwärts kommen – doch auch das ist belastend.
Seit der Umzugsgeschichte leide ich also an Appetitlosigkeit gepaart mit Dauerhunger – an komischen Schlafgewohnheiten, was bei zu wenig Schlaf einen Migräne-Anfall auslöst – an extremen Bauchkrämpfen, die alle drei Tagen auftauchen – und an Stimmungsschwankungen. Es dauert eine Weile, bis man zugeben kann, dass der Stress einem zu schaffen macht. Jeder will doch immer so extrem belastbar sein, daher braucht es jeweils noch mehr Überwindung, um sich zur Ruhe zu zwingen. Doch wisst ihr was? Es lohnt sich, während der Arbeit einfach kurz inne zu halten und durchzuatmen – einfach am Morgen länger im Bett zu bleiben, um zu lesen oder fernzusehen – einfach mal um 19 Uhr ins Bett, um 12 Stunden durchzuschlafen – einfach mal diesen Beitrag gemütlich im Bett zu schreiben – einfach mal die nächsten Tattoos planen.

Manchmal kommt der Geist nicht zur Ruhe und das einschlafen erschwert sich. Die Gedanken kreisen und kreisen, obwohl man todmüde ist und seinem Körper doch die Ruhe gönnen möchte. Auch das stört mich unterdessen fast jede zweite Nacht. Hierfür habe ich aber zwei einfache, aber für mich effektive Lösungen gefunden. Als erstes gibt es eine halbstündige Playlist von Songs, die ich einfach nur liebe (nur ruhige Lieder, ansonsten wäre das für mich so ziemlich kontraproduktiv). Nur durchs zuhören und den Texten folgen, können die Gedanken leiser werden und manchmal sogar verschwinden. Falls das doch nichts nützt, kommt meine absolute Geheimwaffe zum Zug: Hypnose!

Das hat bisher einfach immer funktioniert.

Weshalb ich euch das erzähle? Seid euch bewusst, dass einige Beschwerden auch stressbedingt sein können. Gönnt euch zwischendrin Pausen, auch wenn das bei so vielen To Do’s extrem schwer werden kann. Tut das bevor es schlimmer wird, Bevor ihr wie ich 4 Stunden im Bad an Bauchkrämpfen leidet. Mitten in der Nacht. Um direkt danach arbeiten zu gehen, statt zu schlafen. Und dann noch mit Migräne euren Umzug plant. Stress ist böse und vergiftet den Körper. Lasst das nicht zu und behandelt euren Körper heilig. Ich für meinen Teil habe mir Ruhezeiten eingeplant – für den gesamten November. Die beste Idee überhaupt – ebenfalls aus einem Bauchgefühl heraus getroffen (auch wenn oder vor allem weil es mich mittels Bauchkrämpfen sehr stark darauf aufmerksam gemacht hat).

Nun verabschiede ich mich in den Urlaub und wünsche euch eine tolle Woche!

Peace,
Jolly

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