How should it be?

Letzte Woche war sozusagen mein Mini-Comeback nach einem Monat ohne irgendeinen Text. Die Best Of’s mal davon ausgenommen. Abgesehen davon, dass ich sonst sehr viel zu tun hatte, fehlte mir eifach grundsätzlich der Antrieb. Das gab es mit Jolly Tallica bisher noch nie – ich gebe zu, das machte mir Angst. Wie sovieles mir den ganzen Januar durch Angst machte (what the hell?! Was war los?). Klar, es gab im Sommer mal eine ruhige Phase. Das lag hauptsächlich daran, dass ich aufgrund meinem eigenen Gefühlschaos eine Schreibblockade hatte und grundsätzlich einfach mal blockiert war. Doch einfach so, ohne einen Grund zu verschwinden? Das bereitete mir zwar ein schlechtes Gewissen, doch so richtig dafür hinsetzen konnte ich mich dennoch nicht. Dafür machte ich mir Gedanken – wie so oft auch. Sehr viele Gedanken. Ein ganzes Gedanken-Chaos. Man könnte sich einen ganzen Freizeitpark gefüllt mit nur meinen Gedanken vorstellen. Ja, is‘ gut. Übertreib. Allein deswegen macht das Bloggen für mich eigentlich am meisten Sinn, ich weiss gar nicht, weshalb ich je daran gezweifelt habe.

Es sind Gedanken die sich jeder – vermutlich – mindestens einmal im Leben macht. Ist das wirklich das, was ich will? Stimmen die Ziele eigentlich noch? Komme ich damit klar, wenn ich die alle wirklich erreiche? Kann ich das überhaupt erreichen? Sind 3 Uploads pro Woche zu viel? IST DAS ZU VIEL?! WER LIEST/SCHAUT DENN DAS?! WAS MACH ICH HIER EIGENTLICH?! OH MY FUCKING GOD.
Ähm. Ja. Wer mich kennt weiss es, für alle anderen – wenn sich so ein Gedankenkonstrukt erstmal in meinem Hirn anfängt zu bilden, ist es harmlos. Sitzt es da aber fest, dann spinnt es sein ganzes Netz. Die Gedanken werden mehr, tiefer und ehrlich gesagt auch immer negativer. Das macht die Situation auch nicht gerade besser.

Wenn man den Wald vor lauter Bäume nicht mehr sieht

Das musste ich mir die letzten Jahre schon einige Male anhören und ist zum Teil auch ein Grund, weshalb ich mir Hilfe geholt habe. Wenn so viele Hirngespinste auf einen Menschen einreden, bleibt irgendwann nur noch etwas Kleines, Verzweifeltes übrig. Der Wunsch jeden einzelnen Gedanken zu erfassen, scheitert – denn soviel kann man gar nicht aufnehmen. Irgendwann kommt dann mal die Erkenntnis – es ist einfach zu viel. Ich weiss nicht, ob das irgendjemand von euch kennt. Vielleicht bin ich ja der einzige Mensch, dessen Gehirn / Psyche / Whatever so funktioniert. Sich aber dabei Hilfe zu holen, ist gar nicht mal so schlecht. Ich habe grundsätzlich Probleme damit, meine Gedanken mitzuteilen – egal ob bekannte oder fremde Personen. Aber wenn man nur ein kleines bisschen damit anfängt und es einfach so hilft, dann wird das alles immer einfacher. Ich bekam viele Fragen gestellt – weshalb sehe ich eine bestimmte Sache so eng? Weshalb mache ich mir den Druck? Ist das alles vielleicht auch total normal? Diese Fragen haben mich das letzte Jahr zu grossen Erkenntnissen gebracht. Auch da ging es immer wieder darum, dass ich mich selbst finden wollte – ich war ein hobbyloses Ding, das ihr Leben immer nach anderen gerichtet hatte. Warum konnte ich mir diese Fragen also nicht selbst stellen?

Tatsächlich ging ich alles durch. Savin‘ Me, Run Away, Interactive Designs, Jolly Tallica (zur Erklärung… das sind meine letzten Homepages seit 2010). Ich blieb im November hängen, tatsächlich nach dem Oktober der Horror-Monat des ganzen letzten Jahres. Aber gleichzeitig war dort eine meiner glücklichsten Momente – als ich bei Chrissi war und dort einfach nichts getan habe. Nichts ausser zu schreiben, zu drehen und Tee zu trinken (und mir ein Tattoo zu stechen). Und ich wusste genau – das ist es. So soll es sein. Immer. Und so war es, bis ich mich selbst mit all meinen Gedanken-Geister zerstörte. Ich kann mich innert 30 Sekunden umentscheiden, weil irgendeine Idee oder ein Gedanke das so will. Ob ich das wirklich will? Keine Ahnung! Damn.
Ich will schreiben. Ich bin Jolly Tallica und will es bleiben. Ich will mit allem was ich angefangen habe, weitermachen – denn zum ersten Mal in meinem kompletten Leben, habe ich etwas gefunden, was mir gehört. Und was ich tatsächlich behalten will.

Ja, das ganze motivierte mich. Danach wurde ich krank und konnte mich einige Tage lang nicht länger als 15 Minuten richtig hinsetzen. Wisst ihr wie frustrierend das ist?! Doch nun sitz ich da und schreibe darüber. Ich schreibe darüber, dass jeden Sonntag um 8 Uhr morgens weiterhin so regelmässig wie nur möglich ein weiterer Beitrag online geht. Je nach Lust und Laune wird auch freitags jeweils morgens um 8 Uhr ein Youtube-Video online sein. Weiterhin werden vorhandene Best Of’s Mittwoch morgens um 8 Uhr erscheinen. Für mich beginnt um 8 Uhr der Tag, auch wenn ich immer früher aufstehe – und Anfang des Tages, braucht es ab und an doch immer etwas Neues. Und wieso ich euch gerade mit alldem zumülle? Einfach so. Ich wollte einfach schreiben. Und freue mich gerade tierisch darüber, dass ich es wieder kann.

Much love and hugs
Jolly

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