Jolly Tallica 2021

Hier ist es bereits sehr lange ruhig – doch wer mich kennt, weiss, dass ich weder lange mit dem Schreiben sein kann, aber auch nicht lange ohne. Ich hole hier nun ein wenig aus, um einen neuen Teil auf dieser Seite anzukündigen, auch wenn das wohl langsam langweilig wird. Aber einfach irgendetwas Neues umzusetzen ohne vorher darüber zu berichten, fühlt sich für mich nicht gut an.

Im 2021 existiert Jolly Tallica (die Seite, nicht die Person) bereits 5 Jahre. Davor war ich online in diversen Bereichen unterwegs. Angefangen mit irgendwelchen Anime-Ados (das müsste um das Jahr 2003 gewesen sein) bis weiter zu Grafik- und Fanseiten. Ich geriet immer in Zwiespalt – einerseits fand ich das alles toll und wollte dabei sein, andererseits machte mir das doch zu wenig Spass. Oder jedenfalls nicht langfristig. Ich glaube, das Beste was dabei rauskam, war eine Charmed-Fanpage – das war aber irgendwann so eine Menge an Arbeit, dass ich einfach keinen Bock mehr hatte. Blogs haben mich immer gereizt, doch ich las nie wirklich welche langfristig. Doch ich wollte Dinge loswerden, mich mitteilen. Von etwa 2014 – 2015 startete ich einige Versuche, einen Blog mit einer Grafikseite zu verbinden. Doch es entsprach mir nicht. Im März 2016 entstand Jolly Tallica – eine Seite, benannt nach mir bzw. meinem Pseudonym. Ich hatte hierbei den Hintergrundgedanken, dass ich mich da austoben kann. Ohne mir von anderen Grenzen setzen zu lassen. Alle bestehenden Grenzen auf dieser Seite sind meine Eigenen. Grenzen, die ich mir selbst setze. Ich nutzte die Seite als Unterstützung in meiner Selbstfindungsphase – genau wie ich mich in verschiedene Phasen befand, befand sich auch Jolly Tallica darin. Mal wollte ich nur Dinge loswerden, mal Dinge vermitteln und sehr oft war hier gar nichts los. Und das ziehe ich ab März 2021 schon 5 Jahre mit – der Wahnsinn.

Meistens verlief es nicht so, wie es in meiner Vorstellung aussah – das ist aber ganz okay. Ich hatte in meiner Vorstellung utopische Ideen und Bilder, wie ich meine Beiträge gestalte und wie sie daherkommen sollen. Wie die Seite aussehen soll. Doch ich gelang immer wieder an meine Grenzen – sei es das (teilweise fehlende) grafische Talent, die grammatikalische Tücken, die Schreibblockaden oder auch die fehlende Zeit/Motivation. Dies hatte zur Folge, dass die Seite oftmals ein neues Konzept bekam, das ich aber schnell gedanklich bereits verworfen hatte. Das erste Mal war im 2017, als ich gemerkt hatte, dass ich meinen eigenen Anforderungen an Jolly Tallica nicht gerecht werden konnte – mein Leben bestand mit der Arbeit, dem Haushalt, dem sozialen Netzwerk wie Twitter, Facebook, anderen Blogs und dem Youtube-Kanal, mehr einer Checkliste als einem Leben. Das ist auch wirklich wörtlich zu verstehen. „Essen“ oder „Besuch bei der Familie“ sind hier nur zwei Beispiele von Punkten, die auf dieser Checkliste standen. Das Leben nach Liste hat mich ausgesaugt – ich habe es gemerkt, wurde spontaner und der Blog dafür leerer. Also kamen immer wieder neue Konzepte her, die zu mir und zu meinem Leben passen sollten. Schlussendlich gab es mehr Konzepte für diesen Blog als es Beiträge gab. Auch das ist okay, ich habe daraus gelernt.

Nachdem ich nun zehn Minuten einfach meine Gedanken vor mich hingeschrieben habe (haha, da fällt mir mein Konzept „Gedankenkarrusell“ wieder ein), frage ich mich, wen der Quatsch eigentlich interessiert (also abgesehen von mir). Ich hole nunmal einfach gerne aus und wenn ich mir das erlaube, geht’s mir gut. So einfach scheint das. Um aber mal auf den Punkt zu kommen – ich versuche die Seite ein wenig am Leben zu erhalten. Zumindest etwas mehr als das vergangene Jahr. Ich bin keine Person, die Zuhause gerne Diskussionen oder philosophische Gespräche führt – manchmal ja, aber oftmals bin ich zurzeit bereits so von anderen Dingen überladen, dass es mir nur eine weitere angespannte Ladung obendrauf gibt. Dann gibt es aber diese intuitiven Situationen in denen ich einfach rede, weil es gerade benötigt wird. Diese Situationen sind auch wesentlich weniger anstrengend als andere – und auch qualitativ… tiefgründiger? Aber genau diese Situationen sind die wertvollen, die mir wiederfahren. Interessante Gespräche, interessante Erlebnisse, interessante Inhalte, die ich vermitteln konnte oder mir vermittelt wurden. Das sind die Themen, die ich gerne teilen möchte und über die ich gerne berichten würde. Nicht andere auferlegte Dinge, von denen ich meine, dass sie hierher gehören, nur damit etwas hier steht. Vermutlich weiss keiner was ich meine, aber das wird schon noch kommen, sobald die ersten Beiträge online sind. Ohne weiteren Schnick Schnack, nur Beiträge und Erzählungen. Ganz zwang- und grenzenlos. Ich werde hier auch die Grenzen der Sozialen Medien sprengen. Gut, bei den begrenzten Zeichen wird es wohl nicht auf Twitter hinauslaufen. Doch die Beiträge werden ebenfalls auf der Facebook-Seite veröffentlicht. Direkt und nicht mehr als Link. Für etwas darf Facebook bei mir nebst dem Therapeut-sein auch herhalten, ansonsten hätte ich das ganze doch direkt löschen können.

Somit verabschiede ich mich für’s erste und gehe weiter zu meinem nächsten Termin. Wann der nächste Beitrag online kommt. werde ich nicht versprechen – schliesslich habe ich nebst dem Lernstress noch einige andere Dinge vor (rede ich mir zumindest ein).